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Was ist Software Defined Networking (SDN)?

Software Defined Networking (SDN) ist eine agile Netzwerkarchitektur, die es Unternehmen ermöglicht, mit der dynamischen Entwicklung heutiger Anwendungen Schritt zu halten. SDN trennt das Netzwerkmanagement von der zugrunde liegenden Netzwerkinfrastruktur, sodass Administratoren den netzwerkweiten Traffic dynamisch an veränderliche Anforderungen anpassen können.

Software Defined Networking ist einfacher als statisch definierte Netzwerke, automatisiert Netzwerkfunktionen, beschleunigt die Bereitstellung von Anwendungen und Services und vereinfacht die Implementierung und Verwaltung von Netzwerkressourcen.

Was sind die wichtigsten Vorteile von Software Defined Networking?

Es gibt einen guten Grund für die Schätzung von IDC, dass der weltweite SDN-Markt für Rechenzentren im Jahr 2022 einen Wert von über 12 Mrd. USD erreichen wird. Im Vergleich zu den Fortschritten in der Rechen- und Speichervirtualisierung ist das herkömmliche Networking im Hinblick auf die Realisierung des Enterprise Cloud Computing seinen Versprechungen nicht gerecht geworden. Die dynamische Natur der Cloud-Services erfordert ein neues Flexibilitäts- und Skalierbarkeitsniveau, das über die Kapazitäten der heutigen Rechenzentrums-Netzwerke hinausgeht.

Der Übergang zu Software Defined Networking-Lösungen (SDN) verleiht Ihrem Netzwerk Programmierbarkeit und Agilität und versetzt es in die Lage, mit modernen Business-Anforderungen Schritt zu halten.

Ein Software Defined Network bietet folgende Vorzüge:

  • Unterstützung der dynamischen Bewegung, Replikation und Zuteilung virtueller Ressourcen
  • Vereinfachte administrative Aufgaben wie Konfiguration und Bereitstellung von Funktionen in Bereichen wie QoS und Sicherheit
  • Vereinfachte Bereitstellung und Skalierbarkeit von Netzwerkfunktionen
  • Traffic Engineering mit einer End-to-End-Sicht des Netzwerks
  • Effizientere Verwendung von Netzwerkressourcen
  • Verringerte Betriebsausgaben
  • Schnellere Weiterentwicklung von Netzwerkfunktionen auf Basis eines Software-Entwicklungszyklus
  • Dynamische Anforderung von Services aus dem Netzwerk durch Anwendungen
  • Effizientere Sicherheitsfunktionen
  • Verringerte Komplexität

Wie funktioniert SDN?

Ein Software Defined Network besteht aus drei Ebenen – Anwendungsebene, Kontrollebene und Infrastrukturebene –, die mittels Northbound und Southbound APIs verbunden sind.

Die Anwendungsebene enthält Anwendungen und Netzwerkfunktionen wie Firewalls und Load Balancing. Herkömmliche Netzwerke nutzen eine spezielle Appliance für diese Funktionen, aber bei einem Software Defined Network verwaltet der Controller das Verhalten der Datenebene. Die Kontrollebene verwaltet die Richtlinien und den Traffic des gesamten Netzwerks. Und die Infrastrukturebene enthält die physischen Netzwerk-Switches.

Hier ist eine Aufschlüsselung der zentralen Komponenten eines Software Defined Network:

Unternehmensanwendungen

Hierbei handelt es sich um die Anwendungen, die direkt von den Endanwendern genutzt werden. Vorteile ergeben sich bei Videokonferenzen sowie beim Management in den Bereichen Supply Chain und Customer Relations.

Netzwerk- und Sicherheitsservices

Hierbei handelt es sich um Funktionen, die es möglich machen, dass Unternehmensanwendungen effizient und sicher ausgeführt werden. Vorteile ergeben sich bei einer großen Anzahl von L4–L7-Funktionen, einschließlich ADCs, WOCs und Sicherheitsfeatures wie Firewalls, IDS/IPS und DDoS-Schutz.

Reiner SDN-Switch

Bei einem reinen SDN-Switch werden alle Kontrollfunktionen eines herkömmlichen Switches (z. B. Routing-Protokolle zum Erstellen von Weiterleitungstabellen) vom zentralen Controller ausgeführt. Die Funktionen des Switches sind komplett auf die Datenebene beschränkt.

Hybrid-Switch

In einem Hybrid-Switch werden SDN-Technologie und herkömmliche Switch-Protokolle zeitgleich ausgeführt. Ein Netzwerkmanager kann den SDN-Controller so konfigurieren, dass er bestimmte Datenströme entdeckt und kontrolliert. Gleichzeitig können herkömmliche, verteilte Netzwerkprotokolle weiterhin den restlichen Datenverkehr im Netzwerk regeln.

Hybrid-Netzwerk

Ein Hybrid-Netzwerk ist ein Netzwerk, in dem traditionelle und SDN-Switches – egal ob reine SDN-Switches oder Hybrid-Switches – in derselben Umgebung ausgeführt werden.

Northbound API

Die Northbound API ermöglicht die Kommunikation zwischen der Kontrollebene und der Ebene der Unternehmensanwendungen. Derzeit existiert noch keine standardbasierte Northbound API.

Southbound API

Die Southbound API ermöglicht die Kommunikation zwischen der Kontroll- und der Infrastrukturebene. Zu den Protokollen, die diese Kommunikation ermöglichen können, zählen z. B. OpenFlow, das Extensible Messaging and Presence Protocol (XMPP) und das Network Configuration Protocol.

Wie hilft Citrix?

Citrix ADC bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Infrastruktur auf folgende Weise in ein Software Defined Network mit maximaler Sicherheit, Leistung und Zuverlässigkeit zu verwandeln:

  • Kombination der Flexibilität von der Virtualisierung mit der Stabilität, Zuverlässigkeit und Leistung von dedizierten Netzwerk-Appliances
  • Vereinigung von L4–7-Netzwerk-Services in einer Anwendungskontrollebene und Modifikation der L2–3-Architekturen in ein vollständig anwendungsgesteuertes System
  • Richtlinienbasierte Automatisierung, die über eine einzige Konsole verwaltet wird, für mehr Effizienz, höhere Leistung und geringere Gesamtbetriebskosten

Besuchen Sie Citrix.com/networking/sdn.html für weitere Informationen.

Zusätzliche Ressourcen: