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Was ist Digitalisierung?

Digitalisierung ist der strategische Einsatz von digitalen Technologien, zum Beispiel ein digitaler Arbeitsplatz, um Prozesse und Produktivität zu optimieren, Geschäftsrisiken zu verwalten und den Kundendienst zu verbessern. Moderne Digitalisierungsstrategien nutzen immer fortschrittlichere Lösungen, um einfachere digitale Technologien zu ersetzen. Heute implementieren Unternehmen diese Strategien, um die Produktivität zu steigern, Kosten zu kontrollieren und den Wert einer Organisation zu steigern.

Zur Digitalisierung steht ein ganzes Universum an Lösungen und Prozessen zu Verfügung, aber eine effektive Digitalisierungsstrategie ist auf jedes Unternehmen individuell zugeschnitten. Digitalisierung ist unumgänglich, um im modernen Geschäftsumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Nur wenige Unternehmen können sich dauerhaft ohne einen Plan zum strategischen Einsatz von vorteilhaften Technologien halten.

Warum ist die Digitalisierung so wichtig?

Ende des 20. Jahrhunderts war die Digitalisierung noch viel wörtlicher zu verstehen. Unternehmen haben Prozesse digitalisiert, die ursprünglich analog waren. Im Laufe der Jahre wurde eine Vielzahl von gängigen Geschäftslösungen aktualisiert, um sich in eine Welt einzufügen, die immer mehr von Technologie bestimmt wurde. Mit jeder neuen Innovation fanden Änderungen immer schneller statt. Die Geschwindigkeit, in der Unternehmen neue Technologien integrieren können, wirkt sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt aus. Eine weitere Folge der Digitalisierung ist die immer engere Verstrickung der globalen Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten.

Nach der Jahrtausendwende betrachteten Unternehmen die Digitalisierung nicht als einmaliges Ereignis sondern als anhaltende Strategie. Die Geschwindigkeit des Wandels ist sehr hoch und erlaubt keine Ruhephasen. Unternehmen müssen sich ständig weiterentwickeln, um zu überleben. Beteiligte müssen hinsichtlich des Einsatzes neuer Technologien stets wachsam sein. Um auf dem globalen Markt mithalten zu können, bedarf es nicht nur einer guten Strategie, sondern auch eines tiefgehenden Verständnisses der wirtschaftlichen Realität. Investitionen in falsche Technologien können katastrophale Folgen für Unternehmen haben. Deshalb muss eine Balance zwischen dem Wunsch nach dem Einsatz brandneuer Technologie und der Stabilität altbewährter Systeme gefunden werden.

Welche Beispiele für erfolgreiche Digitalisierungsstrategien gibt es?

Eines der bekanntesten Beispiele für erfolgreiche Digitalisierung ist der Wettbewerb um den Filmverleih von zuhause aus. Als Netflix 1997 gegründet wurde, sah sich das Unternehmen einem riesigen Konkurrenten gegenüber: Blockbuster. Das Unternehmen Blockbuster wurde 1985 gegründet und war nicht auf den Wettbewerb mit einem digitalen Rivalen vorbereitet. Als Netflix begann, DVDs per Post zu verleihen, hatte Blockbuster dem nichts entgegenzusetzen. Das Unternehmen benötigte sieben Jahre, um einen vergleichbaren Dienst anbieten zu können.

Netflix war das agilere der beiden Unternehmen und bot bereits digitales Streaming an, als sein Konkurrent noch immer damit zu kämpfen hatte, den Postverleih profitabel zu gestalten. Die Geschwindigkeit, mit der Netflix seinen Kunden neue digitale Lösungen bereitstellen konnte, war wichtiger Bestandteil des anhaltenden Erfolgs des Unternehmens.

Im Einzelhandel haben nationale Marken wie Walmart und Target Digitalisierungsstrategien eingeführt, um ihre Onlinereichweite zu erhöhen und mit anderen Giganten der digitalen Revolution zu konkurrieren: Amazon. Walmart und Target konnten ihre vorhandenen Filialgeschäfte als günstige Abhol- und Versandstellen für Kunden nutzen, die lieber online einkaufen. Diese Marken betreiben nun riesige E-Commerce-Geschäfte, die nicht nur zusätzlichen Umsatz neben den Filialkunden einbringen, sondern auch die Reichweite der Marke in Bereichen mit weniger Wettbewerb erhöhen.

Was sind gängige Herausforderungen der Digitalisierung?

Unternehmen wissen, dass die Digitalisierung für deren anhaltenden Erfolg wichtig ist; doch die Implementierungsphase bringt immer einige Hindernisse mit sich. Die erste Herausforderung besteht darin herauszufinden, welche bestehenden Technologieinvestitionen ersetzt werden müssen, die zweite darin, zu bestimmen, welche neuen Lösungen den besten Mehrwert bieten. Schließlich werden die Lösungen bereitgestellt. Diese kritische Phase kann einige Wochen oder Monate in Anspruch nehmen, je nach Umfang der Implementierung.

Eingeschränktes Budget

Das gängigste Hindernis für eine optimierte digitale Strategie ist das Budget. Wenn ein Unternehmen nicht ausreichend Recherche zu neuen Technologien betreibt und falsch budgetiert, könnte es in der Implementierungsphase zu Problemen kommen. Ein Unternehmen, das z. B. sein internes Rechenzentrum in eine Cloud verlagern möchte, ist sich eventuell nicht bewusst, dass eine hybride Lösung im Vergleich zur ausschließlichen Nutzung einer Public Cloud besser wäre. Wird dies nicht vor der endgültigen Budgetierung erkannt, könnte das gesamte Projekt in einer wichtigen Phase ausgebremst werden.

Unflexible alte Infrastruktur

Im digitalen Zeitalter vertrauen Unternehmen auf eine komplexe Technologiestruktur, um Produktivität und Betriebseffizienz beizubehalten. Oft kann ältere Technologie erst dann ersetzt werden, wenn auch die zugrunde liegende Technologie aktualisiert wurde. Die Bereitstellung einer neuen Anwendung an globale Filialen könnte zum Beispiel Wochen in Anspruch nehmen, wenn das Netzwerkmanagement des Unternehmens auf traditionellen, hardwaredefinierten Protokollen basiert. Große Unternehmen erzielen eventuell bessere Ergebnisse, wenn sie zuerst eine SD-WAN Lösung bereitstellen, bevor sie versuchen, eine neue Anwendung weltweit einzusetzen.

Um diese Herausforderung zu meistern, müssen Entscheidungsträger des Unternehmens ein tiefgreifendes Verständnis der bestehenden Technologie-Infrastruktur aufweisen. Eine Fehleinschätzung der Grenzen des bestehenden Systems könnte die Implementierung neuer Technologie verlangsamen oder unmöglich machen.

Fehlende Unterstützung durch die Führungsebene

Der Erfolg jedes unternehmerischen Wandels, ob digital oder anderweitig, ist wahrscheinlicher, wenn die Führungsebene daran beteiligt ist. Das Engagement sollte nicht nur darauf beschränkt sein, das Projekt zu genehmigen, sondern auch eine aktive Beteiligung umfassen. Beteiligte müssen bei der Bereitstellung neuer digitaler Lösungen aktive Rollen übernehmen, um sicherzustellen, dass die Investition lohnenswert ist.

Stellen Sie sich zum Beispiel vor, ein Unternehmen arbeitet mit einem Finanzinstitut zusammen, um eine virtuelle Kreditkartenlösung bereitzustellen. Wenn das Ziel der Lösung das Fördern von Ausgaben gemäß der geltenden Richtlinien und Prozesse des Unternehmens ist, muss sich jeder beteiligen. Die Führungskräfte müssen verstehen, warum das Unternehmen zu einem virtuellen Zahlungssystem wechselt und dann Maßnahmen ergreifen, um die neuen Protokolle zu befolgen. Wenn jeder auf dem neuesten Stand und am Erfolg der Umstellung beteiligt ist, sind aussagekräftige Ergebnisse wahrscheinlicher.

Schlechte Transparenz im Bereich Benutzerkomfort

Wenn Führungskräfte eine neue Technologie implementieren, ohne die Mitarbeiter miteinzubeziehen, welche die Lösung tagtäglich verwenden, investieren sie eventuell in ein Tool, das die Bedürfnisse des Unternehmens nicht erfüllt. Führungskräfte müssen Einblicke in den Benutzerkomfort berücksichtigen, um sicherzustellen, dass die Lösung korrekt funktioniert und keine neuen Herausforderungen mit sich bringt.

In der frühen Phase einer neuen Investition sollten Entscheidungsträger Mitarbeiter zu ihren Erfahrungen mit dem bestehenden System befragen und Einblicke dazu erhalten, wie der Prozess verbessert werden könnte. Im weiteren Verlauf, während der Implementierung der neuen Lösung, sollte weiterhin Feedback von den Mitarbeitern eingeholt werden, die aktive Nutzer der Technologie sind. Im Laufe der Zeit tragen diese gewonnenen Einblicke zu zusätzlichen Änderungen bei und führen zu einem Zyklus an kontinuierlicher Verbesserung.

Unternehmen, die mit einem Technologieberater zusammenarbeiten, sind besser darauf vorbereitet, während eines Digitalisierungsprojekts unvorhergesehene Hindernisse zu meistern. Je mehr Einblicke und Daten im Voraus gesammelt werden können, umso besser ist die Vorbereitung auf die Implementierung neuer Lösungen hinsichtlich des Zeitplans und Budgets.

Benutzer sind auch mit einer fragmentierten Erfahrung konfrontiert. Benutzer müssen zum Beispiel eventuell über mehrere Repositories auf ihre Dateien zugreifen, von denen manche lokal und andere auf Public oder Private Clouds gespeichert sind. Zudem müssen viele Benutzer angesichts einer verteilten Anwendungsumgebung mehr Anmeldedaten und Passwörter in Erinnerung behalten. Angesichts vermehrter SaaS-Anwendungen führen langsame Internetverbindungen außerdem zu schlechtem Benutzerkomfort, insbesondere bei Benutzern in abgelegenen Niederlassungen.

Komplexität von IT-Sicherheit und -Management

Traditionelle Ansätze für Sicherheit und Management reichen nicht mehr aus, da Benutzer mobiler sind und Anwendungen sowie Daten in einer digitalen Welt bereitgestellt werden. Eine der ersten Herausforderungen für die IT besteht darin, gängige Zugriffskontrollen zu ermöglichen, unabhängig davon, wo Anwendungen gehostet werden. Insbesondere in der Cloud gehostete SaaS-Dienste stellen Herausforderungen an die Sicherheit, da sich SaaS-Anwendungen oft außerhalb der Kontrolle der IT befinden. Eine heterogene Umgebung mit Endpunkten in Kombination mit der Häufigkeit von Betriebssystems- und Anwendungsupdates machen die alten Client-Managementprozesse und -tools hinfällig.

Welche Beispiele für moderne Digitalisierungsstrategien gibt es?

Moderne Strategien zur Digitalisierung berücksichtigen bestehende Technologien, mit dem Ziel, immer komplexere Lösungen zu integrieren. Statt einer Umstellung von analog auf digital suchen Unternehmen heute ununterbrochen nach den besten Maßnahmen, um ihre Geschäftsziele zu erreichen. Führende Unternehmen sind überzeugt, dass sie mit ein paar wichtigen Strategien, die sich rund um den Benutzer drehen, Kontrolle über ihren Digitalisierungsprozess haben können.

Erhöhte Mobilität

Durch die fortschreitende Digitalisierung in der Gesellschaft nimmt die Bedeutung von Mobilität zu. Nicht nur privat verbringen Menschen mehrere Stunden täglich mit ihren Mobilgeräten, sondern auch in der Geschäftswelt sind wir von Smartphones, Tablets und Laptops abhängig. Agile Unternehmen benötigen mobile Lösungen, die den Benutzerkomfort im Vergleich zu Desktopanwendungen nicht einschränken. Moderne Benutzer erwarten kanalübergreifend vergleichbare Erfahrungen.

Bei vielen Digitalisierungsprojekten steht Mobilität an erster Stelle. Hohen Benutzerkomfort auch auf mobile Plattformen auszuweiten, ist für ein modernes Unternehmen von großer Bedeutung. Unternehmen aus allen Branchen nutzen mobile Kapazitäten zur Produktivitätssteigerung, Verbesserung der betrieblichen Effizienzen und Erhöhung der Zufriedenheitsraten.

Datensicherheit

Effektive Digitalisierungsprojekte können die Datenschutzverpflichtung eines Unternehmens unterstützen. Eine neue Lösung ist jedoch nicht automatisch sicherer. Führungskräfte müssen die verschiedenen Sicherheitsbedenken berücksichtigen, die mit jedem neuen Projekt einhergehen.

Alle Digitalisierungsprojekte, die das Internet der Dinge (IoT) nutzen, müssen ein höheres Risiko für Sicherheitsverletzungen berücksichtigen – was jedoch nicht bedeutet, dass IoT unsicherer ist als herkömmliche Implementierungen. IoT-Projekte umfassen mehrere Zugangspunkte, wie angeschlossene Sensoren. Diese Ressourcen könnten zu Produktivitätsverbesserungen des Unternehmens beitragen, sie erfordern jedoch auch eine neue Sicherheitsrichtlinie, um sicherzustellen, dass das Risiko für Sicherheitsverletzungen minimal ist.

Sicherheit ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt eines jeden Digitalisierungsprojekts, das Big-Data-Analysen involviert. Unter Berücksichtigung etwaiger Verantwortung für Datenhoheit müssen Beteiligte auf den Schutz von Nutzerdaten achten, insbesondere bei der Verarbeitung großer Mengen an vertraulichen Daten. Weltweit agierende Unternehmen können einen Vielzahl an internationalen Datenschutzrechten unterliegen. Diese sollten bei jeder Digitalisierungsstrategie berücksichtigt werden.

Höhere Benutzerfreundlichkeit

Es hat sich gezeigt, dass Benutzerkomfort ausschlaggebend für den Erfolg einer Lösung ist. Neue Technologien werden nicht nur aufgrund ihrer Funktionen eingeführt, sondern auch, weil sie durch unkompliziertere Benutzeroberflächen und intuitive Bedienung die Produktivität der Mitarbeiter fördern.

Unternehmensanwendungen mit überladenen Benutzeroberflächen erschweren Mitarbeitern die Arbeit, besonders dann, wenn das Back-End ineffizient ist. So stellte Deloitte bei einem Audit eines Anbieters für Enterprise Resource Planning fest, dass 36 Schritte nötig waren, um einen Einkauf in Auftrag zu geben. Das Unternehmen rationalisierte den Vorgang durch ein Update der Benutzeroberfläche. Daraufhin stieg die Mitarbeiterproduktivität um 300 Prozent und die nötige Schulungsdauer wurde um 55 Prozent verkürzt. Digitalisierung ist auf jeder Ebene möglich, nicht nur im Back-End-Bereich.

Wer ist für die Digitalisierung verantwortlich?

In den meisten Unternehmen liegt die Verantwortung für Digitalisierung beim Chief Information Officer. Einige globale Unternehmen haben hierfür eine neue Position ins Leben gerufen: den Chief Digital Officer. Dieser widmet sich ausschließlich Projekten in diesem Bereich. Allerdings unterscheiden sich diese beiden Positionen nur geringfügig und arbeiten zumeist Hand in Hand, um Chancen für neue Technologien zu ermitteln.

Erfahrene CIOs verfügen über eine genaue Kenntnis der gegenwärtigen technologischen Infrastruktur ihres Unternehmens, wodurch sie genau beurteilen können, welche neuen Lösungen Erfolg versprechen. An den meisten großen Digitalisierungsprojekten sind mehrere wichtige Positionen beteiligt, darunter der Chief Financial Officer und der Chief Operations Officer. Wenn diese Projekte Nutzerdaten involvieren, muss meist die Rechtsabteilung hinzugezogen werden, um Compliance zu sichern und Risiken zu minimieren.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

Heute stehen neue Technologien in den Bereichen künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen im Mittelpunkt vieler Digitalisierungsprojekte. Diese Lösungen unterstützten Mitarbeiter häufig durch die Entlastung bei Routineaufgaben, wodurch sie sich auf das Lösen komplexer Probleme konzentrieren können.

KI-/ML-Lösungen treten in großer Vielfalt auf. Zu den einfachsten KI-Technologien zählen Chatbots, durch die Teams produktiver werden können. Am anderen Ende des Spektrums stehen Big-Data-Analysen, bei denen gewaltige Datenmengen verarbeitet werden, um Muster und künftige Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen. Datensätze, für deren Analyse ein Mitarbeiter jahrelang beschäftigt wäre, lassen sich von Algorithmen in kurzer Zeit verarbeiten. Das Unternehmen kann so schneller auf neue Erkenntnisse reagieren.

Citrix ist führend bei der Digitalisierung

Digitalisierung ist ein stetig komplexer werdendes Konzept. Durch die Modernisierung veralteter Technologien werden echte Durchbrüche in Zukunft immer schwieriger. Dabei gilt es zu beachten, dass komplexe Funktionen nur effektiv sind, wenn sie mit optimiertem Benutzerkomfort einhergehen.

Die Proliferation von Technologien wie künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und der Blockchain wird die Digitalisierung sogar noch weiter beschleunigen. Bei Digitalisierung ist nicht mehr von einem einmaligen Projekt zu sprechen, sondern von einem kontinuierlichen Prozess, der mit Bedacht gelenkt werden muss. In Unternehmen sollten diese Prozesse systematisch und kontrolliert ablaufen.

Erfahren Sie, wie Citrix durch Lösungen für digitale Arbeitsplätze zu einem Marktführer der Digitalisierung wird.

Zusätzliche Ressourcen:

Wie SD-WAN Digitalisierung ermöglicht
Wie Citrix und Microsoft für eine sichere Digitalisierung sorgen
Citrix Workspace-App: Der sicherste digitale Arbeitsplatz